Digitaler Stammtisch

26.11.2017 Ausgabe 'RN Haltern', 25.11.2017, Seite 21

Nie ohne Bildschirmsperre und Sim-Pin

HALTERN. „Mobil mit dem Smartphone und trotzdem sicher“ – beim ersten Digitalen Stammtisch haben sich Halterner Senioren über Sicherheitseinstellungen ihrer Handys wie Bildschirmsperren oder Sim-Pins informiert. Per Video-Schalte beriet ein Experte aus Sinsheim.

Digitaler-Stammtisch_2017-11-23

Übertragung via Skype: Jürgen Schuh (l.) und die Teilnehmer des Info-Abends in der Bibliothek (r.) konnten sich mit Hilfe des Internets unmittelbar austauschen.Wielens

Von Ingrid Wielens

Die Unsicherheit bei der Bedienung seines Smartphones war nicht zu übersehen. „Ich habe das Handy erst seit ein paar Wochen“, sagt der ältere Herr fast entschuldigend. Bildschirmsperre oder Sim-Pin – nicht jeder Teilnehmer des ersten Digitalen Stammtischs der Stadt wusste am Donnerstagabend in der Stadtbücherei sofort, was Experte Jürgen Schuh damit meinte. Der Medien-coach war mittels Internet live aus Sinsheim zugeschaltet und informierte auf Einladung des Seniorenbeirats und mit Unterstützung des Bundesverbands „Die Verbraucher-Initiative“ über grundsätzliche Sicherheitseinstellungen beim Smartphone. Ein Überblick:
Vor unbefugtem Zugriff lassen sich Handys mit einer Code-Sperre schützen. Die Einrichtung einer Bildschirmsperre gilt als wichtige Regel für die Smartphone-Sicherheit. Erst nach Eingabe dieses Codes hat der Benutzer Zugriff auf Funktionen und Informationen des mobilen Geräts. Auch per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Wischmuster lassen sich Bildschirme entriegeln. Grundsätzlich gilt aber ein Zahlencode als sicherer.
Auch die Sim-Karte, also die Telefonkarte des Anbieters, sollte durch einen Code gesichert sein. Erst nach Eingabe einer Zahlenkombination lässt sich dann mit dem Handy telefonieren. Paaren empfiehlt der Internet-Experte, die selben Sperrcodes auf ihren Handys zu verwenden. „Sollte Ihr Handy ausfallen oder in einem Notfall gerade nur das Handy Ihres Partners zur Verfügung stehen, haben Sie so auch darauf Zugriff“, erklärt Schuh: „Das handhaben wir in meiner Familie auch so.“
Über Bluetooth -Schnittstellen können sich Hacker ebenfalls Zugang zum Handy verschaffen. Daher: Bluetooth nur bei unmittelbarer Nutzung und vorübergehend aktivieren. Die dauerhafte Aktivierung der Funktionen Bluetooth, WLAN und GPS benötigt darüber hinaus viel Energie – der Akku des Smartphones ist schneller leer.
Keine automatischen App-Updates zulassen: Aktualisierungen von Apps, also der Anwendungssoftware für das Mobilgerät, müssen nicht umgehend, sobald sie angeboten werden, auch erfolgen. Kostspielige Downloads in fremden Netzen lassen sich vermeiden, wenn man nur das sichere Netz zu Hause für Updates benutzt.
Der Digitale Stammtisch soll in Haltern zu einer festen Einrichtung werden. „Auch ältere Menschen schätzen die Vorzüge der mobilen Technik und des Internets“, sagt Otto Rohde. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats schlug für weitere Info-Abende, an denen die Experten stets live zugeschaltet werden, direkt auch weitere Themen vor: Digitaler Nachlass, sicheres Onlinebanking, soziale Netzwerke, Abzocke und Betrug im Internet – „das sind nur einige Themen, mit denen ältere Menschen für den Umgang mit dem Internet fit gemacht werden können.“

Home   Aktuelles   Gütesiegel   Tätigkeitsbericht   Soziales Seniorennetzwerk   Seniorenbeirat beim Bürgermeister   Digitaler Stammtisch   Veranstaltungen   Infos   Kontakt   Links   Impressum